http://www.pere-pedro.org/pageID_4288465.html   

Pater Pedro Opeka, 60 Jahre,Lazaristenpriester

seit 1970 Missionar in Madagaskar, leitet seit 1989 seine Gemeinde Akamasoa nahe der Hauptstadt Antananarivo.

Ausgezeichnet mit der World Service Medal, vorgeschlagen für den Friedensnobelpreis.

 

www.madagaskarhilfe.de

Ausgezeichnetes Hilfswerk von Herrn Blume, der buchstäblich sein "letztes Hemd" für die Kinder gegeben hat! Tolle Arbeit und wir beglückwünschen ihn herzlich für die Schulen, die er im Osten Madagaskars aufgebaut hat!

 

Auszug : Bericht Praktikanten

Am 7. August 2010 um 11 Uhr landen wir in Antananarivo, der Hauptstadt Madagaskars. Wir haben einen 14 stündigen Flug hinter uns, fühlen uns etwas gerädert und freuen uns deshalb um so mehr, als nach Gesundheits-- und Visacheck ein großer bärtiger Mann im Empfang steht, der alle um Kopfeslänge überragt und ein Bild von uns beiden in die Luft hält. Es ist schwer Nick zu übersehen. Er hat Träger engagiert, die unser Gepäck ins Taxi bugsieren; unser Start ins madagassische Leben verläuft sehr komfortabel. Bei „Chez Jeanne“, einer befreundeten Hotelbesitzerin kommen wir für die folgende Nacht unter, die Dusche und das bequeme Bett hatten wir gar nicht erwartet, freuen uns aber darauf. Simon hat seinen 25. Geburtstag, also wird in einer kleinen Straßenspelunke mit Rum angestoßen und später gegessen.

 Der erste Eindruck Tanas hinterlässt ein befremdliches Gefühl- die Armut, die hier herrscht, ist allgegenwärtig. Wir kommen gerade direkt aus Paris und müssen den krassen Gegensatz erst einmal verdauen. Dass wir wirklich angekommen sind und die nächsten Monate in diesem Land verbringen werden, scheint noch etwas unwirklich. Am nächsten Morgen nach dem Frühstück geht es dann direkt weiter. Unser Fahrer samt Taxi wartet schon, die Fahrt nach Tamatave, der größten Hafenstadt der Ostküste, kann beginnen. Eine Strecke von 350 km bewältigen wir in 8 Stunden, die Straßenverhältnisse erfordern wirkliches Geschick. Als wir uns Bergwindungen entlang schlängeln, überholt uns ein rasanter LKW, den wir einen Kilometer später verunglückt im Gebüsch einholen. Unfälle sind hier keine Seltenheit, erzählt man uns.

 Wir sind froh, dass unser Fahrer etwas gemächlicher an die Sache heran geht. Es ist 17 Uhr, als wir in Tamatave ankommen, das Landschaftsbild hat sich inzwischen geändert, von den ebenen, wenig bewachsenen Flächen Tanas über bergige Regionen hin zu immer exotischeren grünen Waldflächen. Wir kommen dem Dschungel immer näher.

 Direkt in Tamatave ist davon allerdings eher wenig zu sehen, es regnet als wir in die Stadt hinein fahren, ein wenig erinnert der erste Eindruck an Tana. Der elementare Unterschied zeigt sich allerdings, als wir an unserem Hotel ankommen. Wir sind direkt am Meer. Zwei Nächte werden wir hier verbringen, mit den Wellen frühstücken und zu Bett gehen.

 

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April 2006 ein Erfahrungsbericht ,

Aufenthalt in Tampina


viele Freunde und Gönner des Hilfsprojektes in Tampina / Madagaskar ,Ecole pour Tous - "Schule für alle" würden gerne einmal
das Dorf Tampina besuchen, um sich selbst ein Bild über die Arbeit
die dort geleistet wird und das Leben in diesem Dorf zu verschaffen. Dieser Wunsch ging für mich in Erfüllung, als ich die Gelegenheit hatte,
während eines Madagaskar-Aufenthalts mit einer dortigen Firma :
Bush Proof aus der Hauptstadt Tana, im Auftrag von Herrn Blume aus Deutschland einen Brunnen bei der Schule von Tampina zu bohren und einzurichten.
Bei dieser Gelegenheit war ich also zwei Tage vor Ort und konnte mich über die Arbeit bei den Empfängern direkt informieren und auch Kontakte zur lokalen Bevölkerung herstellen.
Insgesamt bin ich beeindruckt von der umfassenden Wirkung der Hilfe, die
die Herr Blume und seine kooperations- Partner dort leisten.
Dadurch, dass Klaus Blume normalerweise mehrere Monate pro Jahr persönlich in Tampina anwesend ist, kennt er die
Bedürfnisse der Orts Bevölkerung sehr genau und hat auch engen Kontakt zu
den lokalen Behörden. Bei großen Hilfsorganisationen entsteht oft die
Situation, dass Hilfsprojekte über den Köpfen der Empfänger entworfen und
umgesetzt werden und dadurch deren wirkliche Bedürfnisse nicht erkannt
werden. Solche Hilfsleistungen sind dann meist nur von kurzer Wirkung.
Anders bei dem Hilfsprojekt "Schule für alle": Der überschaubare Rahmen des Dorfes und die gute Integration von Klaus Blume dort gewährleisten, dass die Unterstützung den Charakter einer "Hilfe zur Selbsthilfe" hat.
Hierdurch wird nicht nur eine effiziente Verwendung der eingesetzten
finanziellen Ressourcen sichergestellt, sondern auch eine größere
Zufriedenheit bei der dortigen Bevölkerung erreicht - und das ist
schließlich der Zweck aller Entwicklungshilfe.
In diesem Sinne möchte ich Ihnen, allen, Empfehlen , weiterhin dem Projekt Tampina "Schule für alle" verbunden zu bleiben.


Grüssle

Matthias Klingel

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 September 2003

 Schulprojekt in Tampina

 

 Schulprojekt in Tampina am Canal des Pangalanes. Erst wollte ich Nick Blume nur bei den Vorbereitungen unterstützen, dann bekam ich die Möglichkeit selbst nach Madagaskar zu fliegen. Und schließlich begleitete ich Nick nach Tampina. Ein Erlebnis, das ich sicher in meinem ganzen Leben nie vergessen werde.
19.8.2003 Da standen wir nun in Manambato am Canal des Pangalanes. Nick erklärte mir, dass es nur noch ca. 45 Minuten mit dem Motorboot zum Buschhaus wären und noch einmal 45 Minuten bis Tampina. So mieteten wir für den nächsten Tag ein Boot, um erst zum Buschhaus und dann nach Tampina zu fahren.
20.8.2003 Heute sollte es los gehen. Um 9.30 Uhr stand unser Skipper bereit und wir auch. Wir hatten ziemlich Herzklopfen, da wir ja keine Ahnung hatten, wie der Empfang in Tampina sein würde. In schwungvollem Tempo ging es über den Lac Rasobe Richtung Ankanin´ny Novy zum Buschhaus. Dort wollten wir einen Freund besuchen. Während der Fahrt versuchte ich unserem Skipper mit meinen wenigen Französischkenntnissen zu erklären, dass für Nick vor zwei Jahren schon einmal hier war. Damals allerdings mit einer Pirogge im Buschhaus ankam und auch nach Tampina weiterfuhr. Diese Erzählung erregte Aufmerksamkeit und Neugierde. Im Buschhaus angekommen erfuhren wir, dass der Freund nicht da sei, sondern mit Touristen unterwegs. So beschlossen wir noch etwas zu trinken, um dann unsere Fahrt fort zu setzten. Einer der Mitarbeiter im Buschhaus sagte uns, dass er von Tampina sei. Wieder erzählten wir von Nicks Aufenthalt vor zwei Jahren. Da wurde Nick erkannt. Der Mann aus Tampina erinnerte sich an den Skulpturen schnitzenden Vazaha. Nun wollte er uns mit nach Tampina begleiten.
Wir brachen auf und machten noch einen kleinen Zwischenstop. Von dort aus musste sich die Nachricht, dass wir kommen würden wie ein Lauffeuer verbreitet haben, denn...die nächste Anlegestelle war kurz vor Tampina. Dort hatte Nick unter den letzten paar Urwaldbäumen seine Hütte gebaut und eine Skulptur aufgestellt. Wir konnten es kaum fassen, die Urwaldbäume, die Skulptur und die Hütte stehen noch immer, als hätte Nick gerade erst diesen Platz verlassen. Und die ersten Dorfbewohner kamen uns auch schon entgegen. Sie begrüßten uns mit großem Erstaunen und freudigem Lachen. Sie hatten sehr gehofft, dass Nick sein Versprechen schon bald wieder zu kommen halten würde, aber keiner hatte so richtig daran geglaubt. Nun war er da. Ein etwa sechsjähriger Junge erinnerte sich an Papa Noel (so nannten ihn die Kinder wegen seines langen Bartes) und ließ ihn nicht mehr von der Hand. Dann sollte es weiter direkt nach Tampina gehen. Nun fuhren noch der kleine Junge und sein Vater mit uns im Boot nach Tampina. Schon wenige Minuten später legten wir wieder an und wurden auch schon gleich herzlich willkommen geheißen. Das Dorf Tampina liegt direkt an den Bahngleisen entlang. Es ist nur vom Wasser oder über die Schienen erreichbar, denn an der einen Seite wird es vom Canal des Pangalanes gesäumt und an der anderen vom Indischen Ozean.
Wir machten uns auf den Weg durch das Dorf zur Schule Das Projekt „école pour tous“ sollte nun auch in dieser so entlegenen Gegend Früchte tragen. Wir freuten uns sehr.
Das Projekt Tampina geht weiter. Nick ist noch bis November am Pangalanes und wird versuchen, dass die Schule noch einen neuen Anstrich bekommt. Außerdem muss sichergestellt werden, dass es einen Lehrer gibt und Unterrichtsmaterial. Leider ist das alles etwas schwierig, denn es gibt praktisch keine Kontaktmöglichkeiten nach Tampina und das macht die Organisation sehr aufwendig und schwierig. Doch mit Geduld und immer wieder hilfsbereiten Menschen ist das zu schaffen.

 

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JOURNAL LOKALES Mittwoch, 16. Februar 2011

 

Von Volker Reimann

Engelschoff. „Was mir auch immer in den Sinn kommt, ich hinterfrag’s nicht, ich mach’s

einfach.“ Genau diese Lebenseinstellung war es, die den Engelschoffer

Künstler Nick Blume vor zehn Jahren nach Madagaskar geführt hat, wo er

damals aus heiterem Himmel ein Hilfsprojekt startete, das er bis heute mit großem Engagement

betreut. Viel ist darüber schon geschrieben worden, wobei gerne vergessen wird:

Das waren nur zehn von bisher 61 Jahren im Leben eines außergewöhnlichen Zeitgenossen.

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